DERA Rohstoffrisikobewertung: Mangan

Dokumenttyp: Meldung, Datum: 27.05.2026, Thema: Mangan , Thema: Rohstoffmarktanalysen , Thema: Rohstoffmarktrisiken

Mangan

In der Rohstoffrisikobewertung Mangan werden die aktuelle Versorgungslage sowie Risiken in der zukünftigen Versorgung mit Manganerz und mit hochreinem Mangansulfat bis 2035 betrachtet. Mangan ist ein Rohstoff, der in einer Vielzahl von unterschiedlichen Zusammensetzungen Anwendung findet. Als Legierung mit Eisen oder anderen Metallen, als Manganoxid oder -dioxid, als Sulfat oder Metall. Der größte Anwendungsbereich für Mangan liegt in der Stahl- und Edelstahlindustrie, hier werden über 93 % des geförderten Mangans eingesetzt. Weitere Anwendungsbereiche sind Nichteisenlegierungen (3 %), sowie der Einsatz in Batterien (2 %). In Kathoden für Lithium-Ionen-Batterien kommt vor allem hochreines Mangansulfat, HPMSM (High- purity-manganese-sulfate-monohydrate), zum Einsatz.

Die weltweite Manganförderung betrug 2024 rund 19,7 Mio. t Mn-Inh. und konzentriert sich stark auf Südafrika, Gabun und Australien. Diese hohe Länderkonzentration bleibt bis 2035 bestehen, das Angebot wächst jedoch ausreichend, um die steigende Nachfrage zu decken. Der Markt bleibt insgesamt ausgeglichen. In Zukunft wird der größte Nachfragetreiber für Mangan die Stahl- und Edelstahlindustrie bleiben. Der Bedarf für Batterieanwendungen, vor allem Lithium-Ionen-Batterien, wird zukünftig zwar erheblich ansteigen, auf den Gesamtbedarf wird es aber nur geringeren Einfluss haben.

Die Produktion von hochreinem Mangansulfat fand im Jahr 2024 zu 96 % in China statt. Es gibt nur wenige Produzenten außerhalb Chinas, darunter Japan, Belgien und Kasachstan. Die zukünftige Nachfrage von hochreinem Mangansulfat wird bis 2035 stark ansteigen. Die bestehenden Produktionsstätten können mit ihren Produktionssteigerungen die Nachfrage noch einige Jahre decken, ab 2030 kann es aber zu ersten Versorgungsengpässen kommen. Bis dahin müssen neue Projekte für die Deckung der Nachfrage in Betrieb genommen werden. Einige dieser Projekte befinden sich auch außerhalb Chinas. Bei erfolgreicher Umsetzung kann die Abhängigkeit von China für dieses Material zukünftig gesenkt werden.

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, frühzeitig Beschaffungsstrategien zu diversifizieren, neue Lieferquellen zu erschließen und technologische Entwicklungen – etwa im Recycling – voranzutreiben, um zukünftige Preis- und Lieferrisiken zu begrenzen.

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