China ist mit Abstand der größte Raffinadeproduzent weltweit. Etwa die Hälfte der wertmäßigen globalen Raffinadeproduktion geht auf chinesische Unternehmen zurück. Bei Rohstoffen wie Seltenen Erden, Magnesium oder Gallium ist die Länderkonzentration der globalen Produktion aufgrund des großen Anteils der Volksrepublik besonders hoch.
Auch bei der Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen spielt das Land eine bedeutende Rolle und hat somit einen signifikanten Einfluss auf die Preisentwicklung auf den globalen Rohstoffmärkten. Bei Basismetallen wie Kupfer und Nickel ist China mit Abstand der weltweit größte Nettoimporteur.
Für die Versorgung der deutschen Industrie mit mineralischen Rohstoffen nimmt China bereits heute eine wichtige Rolle ein, insbesondere bei Seltenerd-Produkten. Hier ist Deutschland z.T. zu weit über 90 % auf Importe aus China angewiesen. Auch bei weiteren mineralischen Rohstoffen wie Magnesium, Gallium oder Bismut weist Deutschland eine hohe Abhängigkeit von China auf.
Vor diesem Hintergrund hat die DERA in Zusammenarbeit mit der AHK Peking die institutionelle und wirtschaftliche Struktur des chinesischen Rohstoffsektors sowie industriepolitische Auswirkungen auf die Rohstoffwirtschaft Chinas analysiert, um mehr Transparenz zu schaffen und neue Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten besser einzuschätzen.