Die Analyse des globalen Handels mit metallischen Recyclingrohstoffen liefert wertvolle Einblicke in Entwicklungen des Rohstoffsektors. So hat sich der globale Handel mit Recyclingrohostoffen in US-$ in den letzten 20 Jahren inflationsbereinigt verdoppelt. Rund 90 % des Handels mit Recyclingrohstoffen entfallen aktuell auf Eisen, Kupfer, Aluminium, Gold, Silber und Platin.
Mit ihren Analysen schafft die DERA die Grundlage für mehr Transparenz im internationalen Recyclinghandel, identifiziert kritische Abhängigkeiten und zeigt Handlungsoptionen auf. So trägt sie aktiv dazu bei, die Kreislaufwirtschaft zu stärken, die Versorgung über Sekundärrohstoffe zu sichern und damit Versorgungsrisiken der deutschen Industrie langfristig zu reduzieren.
Deutscher Handel mit Recyclingrohstoffen
Deutschlands Handel mit Recyclingrohstoffen spiegelt die dynamische Entwicklung globaler Wertschöpfungsketten wider. Seit 2010 sind sowohl Im- als auch Exporte deutlich gestiegen und erreichten 2021/22 – vor allem preisgetrieben – historische Höchststände. Der Rückgang 2023 macht sichtbar, wie sensibel die Märkte auf geopolitische Spannungen, Konjunkturabschwächungen und volatile Metallpreise reagieren.
Auffällig ist zudem die starke Gewichtung weniger Metalle: Kupfer, Eisen/Stahl und Aluminium dominieren den Wert der deutschen Recyclingströme – auf der Import- wie auf der Exportseite. Die Daten zeigen zugleich, wie eng Deutschland bei Sekundärrohstoffen in globale Lieferketten eingebunden ist.
Recyclingmärkte sind damit kein Nebenstrang der Rohstoffversorgung, sondern ein strategisch wichtiger Baustein industrieller Resilienz. Eine verlässliche Datenbasis ist unerlässlich, um Risiken frühzeitig zu erkennen, Versorgungssicherheit zu stärken und die Kreislaufwirtschaft vorausschauend zu entwickeln.