Die Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere des Industriesektors sind die Hauptdeterminanten der Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen. Rohstoffnotierungen steigen meist dann, wenn die globale Industrieproduktion auf Hochtouren läuft und eine hohe Auslastung auch längerfristig erwartet wird. Sowohl altbekannte als auch aufstrebende Industriestaaten haben damit große nachfrageseitige Bedeutung für die Rohstoffmärkte. Deren konjunkturelle und strukturelle Entwicklungen sollten daher von Marktakteuren kontinuierlich im Auge behalten werden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Im Fokus stehen dabei China, die EU und die USA. Diese Wirtschaftsmächte haben die größte Bedeutung bei der Weiterverarbeitung von Basismetallen und Stahl. Berechnet als Mittelwert über die globalen Verarbeitungsanteile von Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Stahl, Zink und Zinn werden knapp über 50 % der globalen Raffinadeproduktion der Metalle in China weiterverarbeitet. Die EU kommt auf rund 10 %, die USA auf rund 7 %. Dahinter folgen Indien mit 5 %, Japan, Südkorea und Indonesien mit jeweils rund 3 %. Deutschland kommt als bedeutendster Industriestandort der EU ebenfalls auf 3 %. Die Größenordnungen dürften auch für viele andere Metalle gelten, für diese gibt es allerdings keine derart detaillierten länderbezogenen Daten zur Weiterverarbeitung.