Die Elektromobilität verändert die Rohstoffbedarfe der Automobilindustrie nachhaltig. Statt permanent Kraftstoffe zu verbrauchen, steckt der Großteil des Rohstoffbedarfs nun schon zu Beginn im Fahrzeug in Form von leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien. Diese enthalten neben vielen anderen Rohstoffen Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan oder Graphit. Gleichzeitig steigt der Einsatz von Kupfer, etwa für Hochvolt-Leitungen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Damit verschieben sich nicht nur Lieferketten, sondern auch Beschaffungsrisiken. Bei einigen dieser Rohstoffe dominieren nur wenige Länder den Bergbau oder die Weiterverarbeitung sowie die Produktion zentraler Batteriekomponenten. Politische Spannungen oder Exportkontrollen können diese Ketten empfindlich treffen. Daher braucht es ein vorausschauendes Rohstoff- und Risikomanagement – vom Erz bis zum Recycling.