China ist der bedeutendste Produktions- und Weiterverarbeitungsstandort auf den internationalen Metallmärkten mit dem entsprechenden Energiebedarf. Der eigene Bergbau kann die riesigen Rohstoffbedarfe der Industrie bei den meisten Rohstoffen nicht bedienen. Auch Recyclingbemühungen stehen noch am Anfang. Daher importiert China je nach Rohstoff gigantische Mengen an Erzen und Konzentraten sowie weiteren Vorprodukte. Große Mengen der Produkte gehen danach in den Binnenkonsum, daneben ist China aber auch ein bedeutender Exporteur von verarbeiteten Rohstoffspezifikationen. Bei manchen Sondermetallen hat China eine derart große Marktmacht, dass Exportbeschränkungen teils katastrophale Auswirkungen auf die internationalen Verbraucher haben können.
2024 hat China mineralische Rohstoffe und Energierohstoffe im Wert von umgerechnet 1 Bio. € und einer Tonnage in Höhe von 3 Mrd. Tonnen eingeführt. Die Rohstoffe wurden breit gestreut aus der ganzen Welt importiert. Energierohstoffe hatten einen Anteil von mehr als 50 % an den Importen – Erze und Konzentrate kamen auf 25 %.
Exportiert wurden die Warengruppen mit einem Gesamtwert von umgerechnet 420 Mrd. € und einer Tonnage von 475 Mio. Tonnen. Der Großteil der Exporte ging in andere asiatische Staaten sowie nach Europa und Nordamerika. Eisen-/Stahlprodukte und chemische Produkte machten den Großteil der Exporte aus gefolgt von Aluminium.