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Grundwassererkundung

Ausbildung ausländischer Partner in GrundwassergeophysikPartnerausbildung Quelle: BGR

Der größte Teil der flüssigen Süßwasservorkommen befindet sich im Untergrund als Grundwasser gespeichert (99%). Die regionale Verteilung auf der Erde ist jedoch ungleichmäßig und hängt wesentlich von den klimatischen Bedingungen sowie der geologischen Beschaffenheit des Untergrunds ab. Im Unterschied zu vielen Rohstoffen erneuert sich ein Großteil des Grundwassers im natürlichen Wasserkreislauf durch versickernde Niederschläge.

Nur die genaue Kenntnis der Grundwasservorkommen ermöglicht eine dauerhafte Nutzung bei angepasster Bewirtschaftung. Wichtige Kenngrößen sind dabei die räumliche Abgrenzung, die hydraulischen Eigenschaften der Speichergesteine sowie die räumlichen und zeitlichen Variationen der Grundwasserqualität. Zur nachhaltigen Bewirtschaftung müssen außerdem die Grundwasserneubildung, der natürliche Abfluss und die Entnahme durch den Menschen bekannt sein.

Die benötigten Daten erhält man durch hydrogeologische Erkundung, durch Beobachtungen und Messungen an Bohrungen und Brunnen, durch geophysikalische Untersuchungen an der Erdoberfläche, durch aerogeophysikalische Messungen, durch Satellitenbildauswertung und durch meteorologische Beobachtungen. Zur geophysikalischen Grundwassererkundung wird eine Reihe von Standard-Methoden wie die Geoelektrik, die Transienten-Elektromagnetik (TEM) und die Aeroelektromagnetik eingesetzt. Relativ neu und in der Entwicklung sind das Nuklear-Magnetische-Resonanz-Verfahren und die Seismoelektrik. Zur modernen Datenhaltung und Darstellung werden Datenbanken, kombiniert mit GIS Methoden, verwendet. Die Auswertung erfolgt hauptsächlich digital und zunehmend räumlich in 3D. Sie umfasst alle Bereiche von konzeptionellen bis hin zu numerischen Modellen.

Die BGR arbeitet im Rahmen von Forschungsvorhaben, der Technischen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern oder im Zusammenhang mit Bundesaufgaben gemeinsam mit den geologischen Diensten der Bundesländer. Sie berät ausländische und inländische Institutionen beim Einsatz von Grundwassererkundungsmethoden, bildet ausländische Partner aus und entwickelt anwendungsorientiert Methoden weiter. Ferner werden Folgen von potentiellen Meeresspiegelanstiegen auf die Grundwasserressourcen an den Küsten untersucht.


Aktuelle Projekte:

Eine Zusammenstellung unserer Grundwasserprojekte finden Sie in der deutschen Projektliste und/oder englischen Projektliste.


Kontakt 1:

    
Dr. Roland Bäumle
Tel.: +49-(0)511-643-2394

Kontakt 2:

    
Dr. Bernhard Siemon
Tel.: +49(0)511-643-3488
Fax: +49(0)511-643-3662

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