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Stoffeigenschaften von Böden

BodennutzungBodennutzung Quelle: BGR

Böden variieren in ihrer Stoffausstattung und ihren stofflichen Eigenschaften erheblich. In die Böden eingetragene oder durch Verwitterung und Stoffumsetzung freigesetzte Nähr- und Schadstoffe werden in sehr unterschiedlichem Maße gepuffert bzw. gefiltert und somit vor der Auswaschung in das Grundwasser oder einem Transfer in die Biosphäre geschützt. Dabei reagieren Böden auf externe Belastungsfaktoren vergleichsweise langsam und weisen ein ausgeprägtes Langzeitgedächtnis gegenüber schädlichen Einflüssen auf.

Eine nachhaltige Sicherstellung der Puffer- und Filterfunktion der Böden sowie ihrer Leistungsfähigkeit als Produktionsstandort für die Land- und Forstwirtschaft setzt die Kenntnis um die stofflichen Eigenschaften voraus. Gesetzliche Regelungen zum stofflichen Bodenschutz auf nationaler und internationaler Ebene erfordern eine maßstabsgerechte Aufbereitung und Auswertung von Daten zur Stoffausstattung der Böden, die in der Regel als Punktinformation erhoben und in der Labor- und Profildatenbank des FISBo BGR archiviert werden.

Unter Nutzung von umfänglichen Erhebungen auf nationaler und internationaler Ebene ermitteln WissenschaftlerInnen der BGR sowohl für die Festphase als auch für die Lösungsphase typische Stoffgehalte der Böden (sog. Hintergrundwerte).

Säulenversuche zur Ermittlung der Schadstoffmobilität in BödenSäulenversuche zur Ermittlung der Schadstoffmobilität in Böden Quelle: BGR

Neben dem Werteniveau der Nähr- und Schadstoffe in Böden ist die Kenntnis um die gehalts- und mobilitätsbestimmenden Einflussfaktoren von großer Bedeutung. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Bereitstellung von regionalisierten Flächenstatistiken für die organische Bodensubstanz (OBS) sowie die Entwicklung von Strategien zum Beobachten möglicher Veränderungen der OBS zum Beispiel als Folge des Klimawandels. Daneben werden regionalisierte Flächeninformationen für weitere zentrale Bodenkenngrößen wie z.B. Bodenarten oder Säurestatus von Böden (pH-Werte) abgeleitet.

Durch Verschneidung von Informationen über gelöste und an die Festphase gebundene Schadstofffraktionen mit steuernden Bodeneigenschaften entwickeln WissenschaftlerInnen der BGR Prognoseinstrumente zur Vorhersage der Mobilisierbarkeit von Schadstoffen (sog. Pedotransferfunktionen).

Themen:

Eine Gesamt-Zusammenstellung unserer Projekte finden Sie in der Projektliste.


Kontakt 1:

    
Dr. Daniel Rückamp
Tel.: +49-(0)511-643-2963

Kontakt 2:

    
Dr. Florian Stange
Tel.: +49-(0)511-643-3071

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