BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Logo der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

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Pressemitteilung


Hannover, 09.12.2011

DERA präsentiert: Neue Energiestudie analysiert Erdgaspotenziale

Die Nachfrage nach Energie steigt, nahezu unbeeindruckt von Wirtschafts- und Finanzkrisen, weiter an. Der Bedarf wird zum weit überwiegenden Teil auch in Zukunft mit nicht-erneuerbaren, fossilen Energieträgern gedeckt. Weltweit werden fortlaufend neue Rohstoffquellen entdeckt und durch technischen Fortschritt wirtschaftlich nutzbar gemacht. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Gewinnung von Erdgas aus nicht-konventionellen Vorkommen. Unabhängig von den Entwicklungen in Europa, erscheint schon heute als sicher, dass sich angesichts des globalen, nicht-konventionellen Potenzials die Erdgasmärkte der Welt verändern werden.

Diese Aussagen sind das Ergebnis der jetzt vorgelegten Energiestudie „Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Demnach sind die weltweiten Mengen an Erdgas aus nicht-konventionellen Vorkommen sehr groß und übersteigen das bekannte Potenzial an konventionellem Erdgas. Die Erschließung nicht-konventioneller Lagerstätten, auch in Ländern mit bislang geringen heimischen Erdgasvorkommen, wird die Erdgas-Weltkarte neu gestalten, so ein Fazit der Studie.

Die DERA analysiert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit der jährlich aktualisierten Energiestudie die Vorratssituation und Verfügbarkeit fossiler Energieträger. Für Kohle kommt die DERA zu dem Ergebnis, dass die Vorkommen ausreichend sind, um den absehbaren Bedarf für viele Jahrzehnte zu decken. Kohle verfügt von allen nicht-erneuerbaren Energierohstoffen mit einem Anteil von rund 54 % an den Reserven und rund 81 % an den Ressourcen über das größte Potenzial aller fossiler Energieträger. Auch zukünftig wird Kohle daher eine bedeutende Rolle bei der weltweiten Energieversorgung einnehmen.

Ähnlich sieht es bei Uran aus. Trotz des Unfalls im japanischen Kernkraftwerk Daiichi in Fukushima besteht weltweit ein wachsendes Interesse an Kernenergie. Für die dafür benötigten Mengen an Uran ist aus geologischer Sicht in absehbarer Zeit kein Engpass in der Förderung zu erwarten. Die Uranförderung erfolgt überwiegend in politisch stabilen Ländern.

Auch beim Erdöl kann aus geologischer Sicht, bei einem moderaten Anstieg des Verbrauchs, die Versorgung für die kommenden Jahre gewährleistet werden. Nach der als optimistisch anzusehenden BGR-Projektion könnte die globale Erdölförderung bis etwa 2035 gesteigert werden und 4,5 Mrd.t/a erreichen. Allerdings gibt es eine Reihe von Faktoren und Einflussgrößen, wie beispielsweise politische Krisen, die diesen Zeitpunkt früher eintreten lassen könnten. Erdöl ist daher der einzige nicht erneuerbare Energierohstoff, bei dem bereits in den kommenden Jahrzehnten eine steigende Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann.


Die komplette Studie finden Sie im Internet unter:
http://www.bgr.bund.de/energiestudie2011


Ansprechpartner:
Kontaktbüro DERA, Tel.: 0511 643 3200, E-Mail: kontaktbuero-rohstoffe@bgr.de


Pressesprecher: Andreas Beuge, Tel.: 0511 643 2679, mobil: 0170 8569662
E-mail: Andreas.Beuge@bgr.de, Internet: http://www.bgr.bund.de

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